This War of Mine

  • An dieser Stelle möchte ich euch eine kleine Perle vorstellen, die gestern frisch auf den Markt gekommen ist. Es handelt sich dabei um das Spiel 'This War of Mine' von 11bit, einem polnischen Entwicklerstudio. Das Spiel zeigt allerdings nicht, wie actiongeladene Shooter, den Krieg aus der Sicht eines übermächtigen Elitesoldaten. Man steuert eine kleine Gruppe Zivilisten durch die belagerte Hauptstadt eines unbekannten Staates. Aufgrund von Namen und der Wichtigkeit von Vodka vermute ich aber, dass es sich um einen Ost- oder Südosteuropäischen Staat handelt. Laut Entwickler wollte man sich auch nicht auf ein bestimmtes Land fokussieren, da solche Konflikte in der heutigen Zeit sehr real sind und an vielen orten der Welt wieder Krieg herrscht.



    Bei jedem Spielstart wird eine kleine Gruppe aus verschiedenen Charakteren erstellt. Diese ändert sich von mal zu mal. Man kann das Spiel nicht auf verschiedenen Spielständen speichern, so dass jede Entscheidung, die man trifft, Auswirkungen auf später haben kann und wird. Ohne, dass man die Folgen absehen kann. Außerdem arbeitet das Spiel mit sog. Perma-Death. Das heißt, ein Charakter der stirbt, egal ob aus der Gruppe, oder andere Übelenbende, sind für die Dauer des Spiels auch verstorben.



    Unsere kleine Gruppe, welche wir nun durch die Wirren des Krieges begleiten werden, besteht aus Katja, Bruno und Pavle. Anbei möchte ich euch alle drei Charaktere noch etwas genauer vorstellen, bevor es losgeht:






    Unsere kleine Gruppe leidet erheblich unter der gerade stattfindenden Belagerung der Stadt. Zwar geht es Bruno und Katja soweit gut, jedoch kränkelt Pavle vor sich hin. Er klagt über Schüttelfrostattacken und allgemeines Unwohlsein. Wir sollten also so schnell es geht für ihn Medikamente finden. Doch in der Helligkeit des Tages ist es einfach zu gefährlich da draußen. Wir sollten also ersteinmal unseren Unterschlupf untersuchen und schauen, was wir für Dinge finden können.



    Nachdem wir unseren Unterschlupf untersucht hatten, konnten wir ersteinmal genügend Materialien finden, um einen einfachen Herd, eine kleine Werkbank und einen Regenwassersammler zu bauen. Viel Nahrungsmittel haben wir zwar nicht, aber vielleicht finden wir welche, sobald die Nacht heringebrochen ist.



    Als die Nacht hereinbrach, wurde es Zeit, jemanden auszusenden, um die Umgebung abzusuchen.



    Da wir kein Risiko eingehen wollen, wird Katja sich in einem verlassenen Haus umsehen. Pavle wird sich ausruhen müssen und Bruno soll Wache halten, damit wir nicht ausgeraubt werden.
    Webig später kam Katja beim Haus an und konnte ihre Suche unbehelligt starten.



    Das Haus selbst war verlassen. Nur ein paar Ratten rannten über den Boden, auf der Suche nach essbarem. Katja konnte viele Materialien mitbringen und noch genügend Lebensmittel im Kühlschrank finden. Leider konnte sie nicht alles mitbringen, sodass sich morgen noch einmal jemand hinbegeben muss, um den Rest zu holen. Auch eine kaputte Waffe konnte Katja finden. Auf einer Notiz erzählte der vormalige Besitzer, dass er mit dieser Waffe eine komplette Bande erschoss, nachdem diese seine Tochter ermodeten. Da die Waffe derzeit nicht funktionsbereit ist und Katja schon so viel zu tragen hatte, vergrub sie sie wieder im Garten hinter dem Haus.
    Katja konnte nach mehreren Stunden letztlich wohlbehalten zum Unterschlupf zurückkehren.




    Ob du es glaubst oder nicht, es gibt wirklich nicht viele ehrbare Menschen in ehrloser Zeit.


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  • Erleichtert atmeten wir alle auf, als Katja wieder heil bei uns ankam. Es war gut, dass sie wieder da war. Auch wenn sie keine Lebensmittel mitbrachte. Zwar fand sie welche im Haus, hat es aber für nötiger Befunden, Baumaterialien mit zu bringen. Bruno kann derweil aus den wenigen Lebensmitteln die wir haben, dass ein oder andere Gericht zaubern. Auch Pavle muss mit anpacken und konnte ein paar Filter herstellen, mit denen wir das Wasser aus dem Regensammler trinken können.
    Mit den gefunden Baumaterialien konnte Katja uns sogar ein einfaches Bett zimmern, auf dem sich dann gleich der vom Wache schieben übermüdete Bruno ausruhen konnte. Als die Nacht hereinbrach, waren wir soweit gewappnet. Zwar hatte Katja noch immer einen knurrenden Magen, da dass essen nicht für alle reichte, sie aber freiwillig darauf verzichtete, weil es ihr noch am besten ging, aber sonst ging es unserer Gruppe recht gut. Pavle würde die Nacht nun endlich in einem richtigen Bett schlafen. Bruno, der nicht so wendig war, wie Katja, musste wieder Wache schieben. Katja brach ein zweites mal zum verlassenen Haus auf. Diesesmal sollte sie mehr Lebensmittel mitbringen.




    Dank der Schaufel und einem Dietrich, den Katja mitnahm, konnte sie sich sogar Zugang zu einem verschlossenen Schrank verschaffen und eine Zigarette, sowie bereits vorgemischter Kräutermedizin ergattern. Das könnte Pavle durchaus helfen.

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  • Danke für den Bericht! Finde das Konzept des Spiels sehr interessant. Mal schauen, hole es mir vielleicht auch.


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    "...ein atomarer Schlagabtausch ist sanitätsdienstlich nicht beherrschbar."

    "Wer an Europa zweifelt, wer an Europa verzweifelt, der sollte Soldatenfriedhöfe besuchen!" - Jean-Claude Juncker

  • Es lohnt sich. Es ist mal etwas anderes und die Idee ist super. Und wenn es das hält, was die Entwickler versprechen, dann sind Videospiele auf dem Weg, mehr zu sein als bloße Unterhaltung. Vielleicht sogar dahin, dass sie irgendwann mal Kunst werden.


    Tag drei und vier sind bereits fertig gespielt und kommen nachher noch. Mal sehen, wie weit ich heute komme. :-)

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  • Katia konnte erneut ohne größere Probleme zurück zum Unterschlupf kommen. Doch als sie die Tür betrat, kam Bruno mit einer großen Fleischwunde am Arm auf sie zu...






    Eine kleine Bande hatte das Haus überfallen, so berichtete Bruno. Glücklicherweise waren sie unbewaffnet. Es handelte sich um Jugendliche, die alleine versuchen, durch diese wirren Tage zu kommen, so berichtete Bruno die Vorkommnisse in der Nacht. Einer griff ihn dann letztlich mit einer herumliegenden Holzlatte an und traf seinen rechten Oberarm hart. Doch gerade, als Bruno zu boden ging und die Jugendlichen weiter auf ihn eintraten, kam Pavle aus dem Keller und konnte die Angreifer davon jagen.




    Während Pavle gerade einige Medikamente einnahm und Bruno auf dem behelfsmäßigen Nachtlager sich etwas erholte, kolpfte es an der Tür. Katia musste noch eine letzte Aufgabe übernehmen, bevor sie sich auch ihrem wohlverdienten Schlaf hingeben konnte: Da sie die redegewandeste von uns ist, stand ihr die Aufgabe zu, sich mit dem uns unbekannten Gast zu unterhalten, der gerade an der Tür klopfte. Pavle würde sich im Hintergrund halten, falls es erneut Eindringlinge wären.




    Es stellte sich heraus, dass sich mittlerweile fliegende Händler gebildet haben. Sie gehen von Haus zu Haus und suchen nach Überlebenden und bieten ihre Waren im Tausch gegen andere an. Der Händler an unserer Tür hatte sogar Verbandsmaterial dabei, welches wir für die Wunde an Brunos Arm gut gebrauchen könnten. Allerdings wollte er es nicht so recht herausrücken. Letztlich konnten wir im Tausch gegen unsere Schaufel, einen Diamantring und eine handvoll Tabak das Päckchen erwerben und Brunos Arm verbinden.
    Gegen Abend war Bruno sogar wieder auf den Beinen. Er wollte der völlig übermüdeten Katia das Nachtlager lassen und erneut Wache stehen. Pavle, der durch die Medikamente wie aufgeputscht war, erklärte sich bereit, noch einmal zu dem verlassenen Haus zugehen. Wir beschlossen, dass unbedingt ein zweites Bett her muss. Außerdem wollten wir versuchen, uns doch zu bewaffnen. Auch wenn die Waffe defekt war, so könnte sie uns vielleicht doch nützlich werden. Deshalb wird Pavle sie ebenfalls mitbringen.




    Im Haus selber konnte Pavle die Waffe finden. Weiterhin scheint sonst keine Menschenseele ihren Weg in dieses unsegliche Haus gefunden zu haben. Pavle interessierte sich vor allem für die verschlossene Tür im Obergeschoss. Sicher würde es hier nocheinmal viel zu finden geben. Doch für heute war er bereits vollgepackt. Außerdem müssen wir ersteinmal einen Dietrich bauen, bevor wir zurückkehren. Und Nahrung gibt es an diesem Ort auch nicht mehr. Doch diese Entscheidungen müssen am nächsten Tag getroffen werden, wenn die Gruppe wieder beisammen ist.

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  • Letzte Nacht ist ruhig verlaufen. Pavle konnte wieder einige Sachen erbeuten. Glücklich über die Ausbeute konnten wir uns nun frisch ans Werk machen. Unter den gesammelten Gegenständen fanden wir eine sehr scharfe Klinge. Mit etwas Steinband konnten wir uns ein Messer fertigen. Damit sollten wir zumindest etwas besser gewappnet sein. Ein zweites Messer für denjenigen, der in der Nacht raus muss, wäre natürlich auch nicht schlecht. Aber wir müssen ersteinmal mit dem Leben, was wir haben.



    Später am Tage klopfte es erneut an unserer Pforte.



    Es stellt sich heraus, dass ein paar Straßen weiter ebenfalls Überlebende sind. Sie sind, so wie wir, erst vor ein paar Tagen in diesem Viertel angekommen. Sie brachten uns sogar ein Willkommensgeschenk mit. Mehrere Karotten und Kartoffeln aus eigenem Anbau wie sie sagen. Vielleicht sollten wir auch versuchen, selber Lebensmittel zu züchten? Wie dem auch sei, wir nahmen ihre milde Gabe dankend an. Bruno machte sich auch gleich auf, und kochte uns eine herrliche Suppe.
    Doch auch die Nacht brach allzu früh ein. Bruno, der sich Nachtmittags noch etwas hingelegt hatte, würde wieder für uns Wache halten. Pavle sollte diesesmal in der Nacht ruhen, während Katia den Raum aufbrechen würde. So wurde es dann auch getan.



    Katia konnte in der nächtlichen Suchaktion noch Medikamente entdecken. Zwar geht es jedem wieder etwas besser, doch in Zeiten wie diesen, ist es nie verkehrt, ein paar Medikamente auf Lager zu haben.

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  • Katia konnte aus dem verlassenen Haus verschiedene Medikamente und ein paar andere Sachen mitbringen. Als sie heim kam wartete Bruno bereits mit einem nicht zu verachtenden Frühstück auf sie. Pavle, der mittlerweile komplett genesen war, räumte weiter das Haus frei, so dass nun alle Räume vom Schutt befreit waren. Es bleiben nur noch ein verschlossener Schrank und eine verschlossene Tür. Sonst ist die derzeitige Situation, mal abgesehen davon, dass wir uns in einem verdammten Kriegsgebiet befinden recht entspannt für uns. Unsere Lebensmittelvorräte reichen für wenigstens zwei weitere Tage. Nur neue Teile für ein neues Filterelement benötigen wir. Das müssen wir nächste Nacht uns versorgen. Auch die sozialen Kontakte scheinen noch gut intakt. Heute konnten wir sogar Tagsüber vor die Tür treten, da die Granateinschläge sich etwas entfernt haben. Nur Bruno traute sich nicht. Der arme Kerl hat nun seit fast einer Woche keine frische Luft mehr geschnappt. Wobei frisch in diesem Fall bedeutet, dass die Luft erbärmlich nach Pulverdampf und Tod stinkt...




    Mit dem einbrechen der Nacht war es auch wieder an der Zeit einen neuen Schlachtplan zu machen. Das verlassene Haus würde nicht mehr viel hergeben und es war an der Zeit, neue Jagdgründe zu entdecken.



    Pavle würde heute Abend wieder gehen. Der erste Gedanke war, die zerbombte Schule zu besuchen. Allerdings kam den ganzen Tag über aus dieser Richtung Gefechtslärm, so dass wir diesen Ort vorerst besser meiden würden. Der Supermarkt wäre eine prima Idee, um uns mit weiteren Lebensmitteln einzudecken. Doch steht das Viertel dort derzeit unter dem Schutz des Militärs und das würde mit Plünderen sicher nicht gerade zimperlich umgehen. Außerdem ist die Gefahr sehr groß, dort auf weitere Plünderer zu treffen. Und nur mit einem Messer oder einer Schaufel bewaffnet würde keiner von uns dort aufkreuzen wollen. Das ruhige Haus, die Straße weiter schien uns ebenfalls zu weit weg. Also beschlossen wir, uns die zerstörte Villa anzusehen. Das Messer würde bei Katia bleiben, die diese Nacht für Bruno Wache stehen würde. Wir überlegten in anbetracht der unruhigen Nacht vor zwei Tagen, zwar Doppelwachen aufzustellen, doch Bruno vielen ja schon beim Kochen fast die Augen zu.



    Pavle kam ohne Probleme zur Villa. Mit kurzen aber entschiedenen Schritten verschaffte er sich Zutritt, doch wurde jäh aus seiner Freude, es bis hierher geschafft zu haben, herausgerissen. Er vernahm Schritte im Obergeschoss des Hauses. Schnell spähte er durch das Schlüsselloch der Tür, nur um festzustellen, dass das Haus nicht verlassen war.



    Mit flinken und leisen Schritten schaffte er es dann allerdings, unbemerkt ins Haus einzudringen. "Ist das eigentlich richtig, was ich hier mache?", fragte sich Pavle. Doch er hatte keine Zeit darüber nachzudenken. Schließlich lag auch das Leben seiner Gruppe in seinen Händen. Und mit leeren Händen nach Hause zu kommen, wäre ebenfalls nicht schön. Mit wenigen Schritten schaffte er es unbemerkt in den Keller und konnte ein paar Teile, welche sicher gebraucht würden, um ein zweites Nachtlager zu bauen, in seinen Rucksack schieben, bis... "Wieso steht die Tür dort offen?" Oh nein...Pavle hatte vergessen, eine einzige Tür hinter sich zu schließen. Plötzlich wurde es laut im Haus. Weitere Schritte ertönten. "Wo bist du Mistkerl?" rief eine tiefe männliche Stimme.


    Pavle versuchte unbemerkt durch den Keller zu schleichen. Als er einen zweiten Ausweg entdeckte, konnte er einen Blick auf den Mann werfen, der ihn gerade Mistkerl nannte. Er konnte auch erkennen, dass eben jener mit einem recht großen Messer bewaffnet war. Pavle hatte zwar eine Schaufel dabei, doch wollte er sich nur ungern auf einen Kampf, Mann gegen Mann einlassen. Er wusste ja auch nicht, wieviele Personen noch im Hause sind und ob sein Gegenüber nicht doch vielleicht auch noch eine Schusswaffe hatte einstecken. Nahc einigen Minuten ging der Mann wieder fluchend ins Hausinnere. Mit einem Sprint floh er aus der Villa und rannte so schnell er konnte zurück zum Unterschlupf. Vielleicht könnte Katia morgen mit ihrere Redekunst ja mit den Anwohnern sprechen, ohne vorher natürlich in das Haus einzubrechen. Oder ist das vielleicht doch zu gefährlich?

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  • Erneut wurden wir überfallen...die nächsten Nächte werden wir vorerst Doppelwachen aufstellen müssen. Zwar konten wir die Angreifer vertreiben, doch Katia wurde dabei leicht verletzt. Sie meint, es geht ohne Verband, weshalb wir das bisschen, was wir noch an Binden übrig haben, ersteinmal sparen. Pavle hat aus dem letzten Holz, was wir haben, deshalb extra ein weiteres Bett gebaut, damit tagsüber etwas geschlafen werden kann. Aufgrund des Mangels an Brennmaterial musste Bruno zum kochen zwei Bücher opfern. Dafür hatten wir aber auch wieder etwas warmes zwischen den Zähnen.



    Später kam auch wieder Franko, der Händler von Vorgestern vorbei. Erneut konnten wir ein paar Dinge miteinander tauschen. So gaben wir ihm wieder eine Schaufel, Zucker und ein paar Ersatzteile von uns mit. Dafür bekamen wir ein paar Kleinteile, sowie Lebensmittel kaufen. Mit den erworbenen Kleinteilen konnte sich Bruno auch ans Werk machen und baute uns ein Radio zusammen. Ein Teufelskerl. Wir stellten dann auch fest, dass es noch eine knappe handvoll Radiostationen gab, die ihren Funkbetrieb nicht eingestellt hatten. Wir schalteten ein wenig durch das Programm, hörten klassischer Musik und den Nachrichten. Dort warnten sie davor, dass es bald auf den Straßen nur so von Plünderen wimmeln würde, da noch keine Ende der Kämpfe in Sicht sei. Außerdem wurde davor gewarnt, von Fremden Fleisch zu kaufen. Frischware würde es wohl kaum noch geben...wenigstens der Wetterbericht konnte uns glücklich stimmen - die nächsten Tage würde es noch angenehm bleiben.





    Mit der aufziehenden Nacht wurde es dann auch Zeit, wieder hinauszugehen. Katia erklärte sich bereit, mit den Menschen aus der Villa in Kontakt zu treten.



    Leider musste Katia feststellen, dass die Bewohner des Hauses nicht viel übrig hatten und Besuch wohl nicht gerne empfingen. Der Herr des Hauses stürmte mit einem Messer bewaffnet auch gleich auf Katia los und wollte sie umbringen. Sie machte das einzig richtige und nahm ihre Beine in die Hand und lief davon.



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  • Nachdem Katia letzte Nacht fast erschlagen wurde, konnte sie doch ein paar Vorräte mitbringen. Mit genügend Holz im Keller können wir zumindest ersteinmal weiter kochen. Außerdem konnte Pavle noch einen Stuhl in unser Radiozimmer bauen, so dass wir nun beim zuhören der Programme zumindest etwas Komfort haben. Der Tag sonst war heute recht ruhig gewesen, bis es an der Tür klopfte. Katia öffnete einer Frau die Tür. Sie bat um Hilfe, ihre Fenster zu vernagel. Katia überlegte nicht lange, ihr zu helfen. Bruno missfiel dies. Ihm wäre lieber, wenn die Gruppe zusammen bliebe.





    Da infolge von Katias fernbleiben bis in die späten Abendstunden damit gerechnet wurde, dass sie die Nacht über bei unserer Nachbarin verbringen würde und wir uns entschlossen hatten, Doppelwachen zu stellen, konnte heute Nacht niemand auf Streizug gehen.

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  • Katia kam in den frühen Morgenstunden des achten Tages wieder wohlbehalten heim. Sie konnte unserer Nachbarin erfolgreich helfen, ihre Fenster zu zu nageln. Aufgrund dessen, dass wir letzte Nacht allerdings nicht auf Streifzug gehen konnten, waren unsere Wasser- und Lebensmittelreserven stark gesunken. Neue Filter für den Regensammler konnten wir leider auch aufgrund fehlender Teile nicht bauen, sodass diesen Tag sehr stark hungerdarben angesagt war. Am schwersten traf es Bruno, der schon gestern nichts weiter aß.





    Die nächste Hiobsbotschaft ereilte uns, als Pavle Radio hörte. So droht eine offensive der Regierungstruppen, um die Rebellen entgültig zu zerschlagen. Sicherlich würde das das Ende der Belagerung bedeuten, doch befürchten wir, dass es dabei auch viele zivile Opfer geben wird. Nur wenige Minuten später klopfte es an der Tür und Katia öffnete dem unbekannten Mann. Es handelte sich um einen Älteren Herren der um Einlass bat und in unsere Gruppe aufgenommen werden wollte. Wir überlegten ihn erst wieder fort zu schicken, denn letztlich würde er sicherlich nicht zu vielen Dingen zu gebrauchen sein. Aber zum Schluss brachten wir es nicht übers Herz, da dies sein sicherer Tod gewesen wäre. Von ihm sollte für unsere Gruppe keine große Gefahr ausgehen. Zwar müssen wir ihn mit ernähren, doch vielleicht taugt er ja zum Wache stehen.





    Mit der hereinziehenden Nacht machte sich Pavle, diesesmal mit unserem Messer bewaffnet, auf dem Weg zur Villa. Er war festentschlossen, Vorräte zu beschaffen. Und wenn es dabei zu einer Konfrontation kommen würde, dann sei es so. Er wurde von der Frau bereits bei seiner Ankunft bemerkt und drang schnell ins Haus ein. Er versteckte sich hinter einer Tür und wartete auf die Gelegenheit zum losschlagen. Doch Emil, der Mann des Hauses, rannte an ihm vorbei, ohne ihn zu bemerken. Schnell machte Pavle sich auf den Weg um Lebensmittel und kleinere Materialien zu besorgen. Nachdem er seinen Rucksack gefüllt hatte, machte er sich auf den Weg zurück. Der Kühlschrank war leergeräumt und sicherlich würde das Paar im Haus jetzt auch vor das Problem gestellt, mit dem wir die ganze Zeit schon kämpfen, dem Hunger...

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  • Pavle kam mit einer ganzen Ladung voll Lebensmittel und Teilen für neue Wasserfilter. Anton schickte sich so dann auch an, die Filter zu bauen und in den Regenwassersammler einzusetzen. Nachdem wir genug Wasser beisammen hatten, konnte Bruno ein großes Mahl für alle zubereiten. Es ist immer wieder erstaunlich, was er aus den wenigen, was wir haben, so alles herzaubern kann. Im Radio kam heute nichts neues. Katia erzählte heute von ihrer Familie und ihrer Vergangenheit. Desweiteren kam Franko wieder vorbei. Wir tauschten Zucker gegen ein paar Ersatzteile um uns eine neue Schaufel zu bauen.




    Wir entschlossen uns heute, dass die Schule einen Besuch wert ist. Noch haben wir für den kommenden Tag Lebensmittel, dass, falls wir nichts finden, wir morgen auch noch etwas zu essen haben. Pavle wird diese Nacht in die Schule gehen, während Katia und Anton Wache halten. Bruno wird heute Nacht ein Auge zu machen können.



    Pavle suchte einige Stunden die Schule ab und fand mehrere brauchbare Ersatz- und Bauteile. Dabei fand er sogar einige Überlebende. Sie befanden sich in einem desolaten und absolut abgemagerten Zustand. Als Pavle mit ihnen Kontakt aufnehmen wollte, lagen sie regungslos am Boden und beachteten Pavle nicht einmal. "Sie haben mir wieder meine Nahrung gestohlen. Ich werde bald sterben." schluchzte einer von ihnen. Pavle hatte völlig die Zeit vergessen und als er sich auf den Rückweg machte, wurde er von der Morgendämmerung überrascht...

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  • In der Nacht kamen erneut Plünderer an unserem Lager vorbei. Da wir aber eine Doppelwache aufgestellt hatten, konnten wir sie schnell vertreiben. Größere Sorgen machte uns, dass Pavle auch nach dem Morgengrauen noch nicht zurück war. Bruno fing an, aus den letzten Resten unserer Vorräte ein paar Mahlzeiten zu zaubern. Erst kurz vor neun Uhr schaffte es Pavle dann doch wohlbehalten zurück. Wir waren alle sehr erleichtert. Denn die Nachrichten der letzten Tage schienen sich zu bewahrheiten. Immer öfter und immer näher drangen Einschläge von Granaten und Bomben in Richtung unseres Unterschlupfes.



    In der Nacht würde heute Katia wieder auf Streifzug gehen. Pavle hat sich eine Ruhepause verdient. Anton und Bruno würden wieder Wache schieben. Ziel für Katia ist es, genügend Lebensmittel zu finden. Zu erst planten wir, dass sie zum Supermarkt gehen sollte, doch kam aus dieser Richtung heftiger Gefechtslärm, so dass wir uns entschlossen, noch einmal zur Schule zurück zu kehren. Wo noch Leute sind, muss es auch Vorräte geben. Und die Flüchtlinge in der Schule schienen uns nicht feindlich gesinnt zu sein.
    Als Katia in der Schule angkam, fand sie schnell weitere Überlebende. Doch die meisten saßen und standen nur resigniert herum. Sie sind psychologisch am Ende, doch Katia konnte einige Vorräte finden und heil wieder nach hause kehren.



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  • Die Nacht verlief ruhig und Katia konnte einige Vorräte mitbringen. Doch sie erzählte, dass es nicht mehr viel in der Schule zu holen gab, zumindest, was Lebensmittel betrifft. Wir würden uns also kommende Nacht eine andere Quelle suchen müssen. Doch mit den mitgebrachten Vorräten konnten wir unseren kleinen Kochofen verbessern. Damit sollte es Bruno möglich sein, mit weniger Aufwand von Brennmaterial uns warmes Essen zu kochen. Franko kam schon lange nicht mehr vorbei und wir fragen uns, ob ihm wohl etwas passiert ist.


    Mit der Nacht machte sich Pavle wieder auf den Weg. Wir entschlossen uns, dass er sich in der noch unberührten Wohngegend umsehen sollte. Was er uns allerdings am nächsten Tag erzählen sollte, ließ uns das Blut in den Adern gefrieren. Er drang in ein noch bewohntes Wohnhaus ein, aus dem Kamin stieg Rauch empor und er vermutete, dass es hier noch reichlich Nahrung geben würde und die Anwohner vielleicht ein wenig ihrer Vorräte mit uns teilen würden.




    In diesem Moment gingen mit Pavle die Nerven durch. Er wollte doch nur eine handvoll Lebensmittel. Selbst als er den Leuten erzählte, wie wenig Vorräte unsere Gruppe nur noch zur Verfügung hat, ließen sich die alten Leute nicht erwärmen, uns ein paar ihrer Vorräte abzugeben...bis plötzlich Pavle einen Black Out bekam und nur noch handelte und nicht mehr nachdachte...




    Fluchtartig verließ Pavle das Anwesen, mit nur ein paar Lebensmitteln im Gepäck...

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  • Völlig verstört kam Pavle heute von seiner nächtlichen Beschaffungstour zurück. Er hat einen wehrlosen alten Mann erschlagen...in Notwehr, wie er behauptet, doch das glauben wir nicht so ganz. Sicherlich wollte er es nicht. Pavle ist einfach kein böser Mensch. Doch was da letzte Nacht passiert ist...ja, es herrscht Krieg und ohne Lebensmittel würde es uns schlechter gehen, doch...um so schlimmer wiegt es, dass es Anton krank wurde. Völlig unerwartet stand er heute früh vor uns und klage über Fieber und Schmerzen. Wir beschlossen, dass er ein paar Tabletten bekommen sollte und viel ruhen soll.






    Wenigstens eine gute Nachricht gab es am heutigen Tage noch. Gegen Mittag kam Franko vorbei. Er lebt doch noch. Allerdings berichtet er, dass es immer schwieriger wird, an Zigarette, Kaffee und Lebensmittel zu kommen. Die Vorräte gehen überall langsam zur Neige...



    In der Nacht machte sich Pavle erneut auf. Diesesmal wollte er noch einmal in die Schule gehen und sehen, ob man dort nicht noch etwas brauchbares finden konnte. Er konnte einige Materialien und Ersatzteile sammeln, bevor er wieder zurück kam. Wurde jedoch von einingen Leuten diesesmal angefeindet.



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  • Wir wurden wieder ausgeraubt. Katia wurde leicht verletzt. Zum Glück konnten die Angreifer aber schnell vertrieben werden, so dass sie keine unserer Sachen stehlen konnten. Pavle brachte einige Teile, sowie Brennmaterial mit. Leider sinken unsere Lebensmittelbestände allerdings immer weiter. Pavle macht sich desweiteren noch immer Vorwürfe wegen vorletzter Nacht. Schlussendlich griff er zu einer Flasche Schnaps und schüttete sie in einem Zug hinunter. Heute waren desweiteren erneut unsere Nachbarn zu Gast. Durch die zunehmenden Bombardierungen durch die Regierungstruppen fühlen sie sich nicht mehr sicher in ihrer Behausung und wollen ihren Keller ausbauen. Sie hätten alles nötige an Materialien, bräuchten aber ein Paar weitere helfende Hände. Wir überlegten lange, bis wir uns entschlossen, Anton mit zu schicken. Der alte Kauz kann vielleicht gute Dienste leisten.








    Da Anton über die Nacht nicht da sein würde und Pavle sturz betrunken war, würde Katia heute wieder auf Streifzug gehen. Bruno würde unglücklicherweise alleine Wache stehen müssen. Katia entschied sich, noch einmal zu dem älteren Paar zu gehen um vielleicht zu sehen, ob sie nicht doch etwas Wiedergutmachung leisten könnte. Doch als sie ankam und das Erdgeschoss und den Keller völlig leer vorfand, sah sie sich im Obergeschoss um. Ihr Atem stockte, als sie das Schlafzimmer betrat...



    Sie fand die Beiden im Bett liegend. Anscheinend hat die Frau ihren Mann hinauf getragen. Sie war ebenfalls leblos. Katia vermutete, dass sie zu viele Schmerztabletten genommen hatte. Sie wollte ohne ihren Mann wohl nicht mehr leben...als sie das Haus durchsuchte, stieß sie auf einen Brief, der ihre letzten Hoffnungen in tausend Scherben zerspringen ließ.



    Alan würde nie wieder seine Großeltern sehen. Es würde für ihn keine Kekse geben und auch die Schaukel würde nie repariert werden...und alles nur, weil Pavle Bernard erschlug. Katia war sich im klaren, dass Pavle niemals von diesem Brief erfahren durfte, es würde ihm nur noch mehr schaden...

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  • Anton und Katia kamen heute morgen zurück. Anton konnte den Nachbarn helfen, ihren Unterschlupf auszubauen. Er hat als Dankeschön sogar eine Flasche Vodka bekommen. Auch Katia konnte einige interessante Dinge mitbringen. Nur Lebensmittel leider fast keine, mal abgesehen von einer Konservendose...Anton leidet derzeit massiv an Hunger und bedingt durch seine Krankheit, wäre es nicht verkehrt, wenn er etwas mehr zu essen bekäme. Außerdem kamen Katia und Pavle mit beunruhigenden Neuigkeiten, als sie den Nachrichten im Radio lauschten. Demnach gibt es derzeit heftige Gefechte zwischen Regierungstruppen und Rebellen in weiten Teilen der Stadt.





    Mit Einbruch der Nacht, war es an der Zeit, wieder hinaus zugehen. Pavle bat Katia noch einmal, raus zugehen. Katia entschied, dass das Krankenhaus vielleicht einen Besuch wert war. Als sie dort ankam, stellte sich heraus, dass sich eine Art Miliz im Krankenhaus gebildet hat, die das Hospital vor Plünderern beschützten. Dennoch wurde das Krankenhaus mehrfach bombardiert, wie Katia feststellen musste. Sie konnte dennoch einige Lebenmsittel, sowie Holz und Material bergen und hat es gerade noch rechtzeitig geschafft, vor Anbruch der Morgendämmerung, nach Hause zurück zu kehren.





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  • Katia konnte einige wertvolle Sachen aus dem Krankenhaus mitbringen. Doch leider wurden wir auch diese Nacht wieder Opfer eines Überfalls. Zwar konnten Bruno und Pavle die Angreifer vertreiben, doch wurde Anton durch einen Ziegelstein leicht am Kopf verletzt. Wir sollten langsam sehen, dass wir die kaputte Pistole wieder in Gang bekommen...sonst war der heutige Tag ruhig gewesen. Die Kämpfe scheinen auf den Straßen zwar heftiger zu werden, doch bislang toben sie noch auf der anderen Seite der Stadt. Außerdem kam Franko heute noch vorbei und wir konnten ein paar wichtige Sachen tauschen.




    In der Nacht ging Pavle heute zum Reisebüro. Er konnte einige Materialien mitbringen. Sogar einige Lebensmittel konnte er erhandeln. Vor allem Konservendosen. Pavle meinte aber, wir müssen vorsichtig mit den Leuten dort sein. Er traut ihnen nicht. Als er vor Ort war, fühlte er sich sichtlich unwohl, da um ihn herum alles schwer bewaffnete Männer waren.



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  • Pavle konnte einige Lebensmittel mitbringen. Sonst war die Nacht ruhig. Jedoch scheint bei Anton die Stimmung zu kippen. Er macht sich Sorgen, dass wir uns von Fremden nehmen, um selbst zu überleben. Ich kann es gut nachvollziehen. Schließlich kämpfen wir mittlerweile auch fast jeden Abend darum, dass wir nicht bestohlen werden. Es scheint so, als ob die Gesellschaft immer mehr zu Grunde geht, in diesem sinnlosen Krieg.
    Auch heute war Franko wieder da und wir konnten ein paar Teile eintauschen, mit denen wir endlich unsere Werkbank ausbauen konnten. Wir waren dann in der Lage, die Pistole zu reparieren. Pavle machte sich auch gleich daran. Mit der Schusswaffe sollten wir uns nun besser verteidigen könne. Unterdessen sind unsere Reserven an frischen Nahrungsmittel gänzlich aufgebraucht. Wir besitzen nur noch ein paar Dosenkonserven.





    In der Nacht machte sich Pavle noch einmal auf den Weg zur Schule. Mit einem Sägeblatt bewaffnet konnte er sich Zutritt zu einem Klassenraum verschaffen. Er fand neben verschiedenen brauchbaren Materialien auch einen Brief eines Kindes an seine Eltern. Darin stand, dass die Kinder die Schule mit Ausbruch der Kampfhandlungen nicht verlassen durften. Kurz darauf wurde der Strom abgestellt und Panik machte sich breit. Eine Mitschülerin wurde kurz darauf von einem Heckenschützen erschossen.
    Pavle durchsuchte die Ruine weiter und es kam zu einem Handgemenge, in dem er leicht verletzt wurde. Zum Glück hatte er ein Messer dabei. Bei der Handgreiflichkeit erstach er einen der Flüchtlinge in der Schule und verletzte einen anderen schwer. Er selbst kam mit ein paar blauen Flecken davon...erneut musste Pavle Gewalt anwenden, um unsere Gruppe zu versorgen und nicht selbst getötet zu werden...



    Ob du es glaubst oder nicht, es gibt wirklich nicht viele ehrbare Menschen in ehrloser Zeit.


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    Ich lauf unerkannt, durch alle Gegenden der Stadt -

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    und unter meinem schwarzen Kleid macht es leise Tick - Tack.



  • Pavle kam völlig bleich nach Hause. Er war völlig aufgelöst und auch für den heutigen Tage zu nichts mehr zu gebrauchen. Wenig Nahrung konnte er nur mitbringen und dafür hatte er auch noch einen Unschuldigen umbringen müssen. In welchen Zeiten leben wir?






    Da Pavle aufgrund der Geschehnisse der letzten Nacht nicht in der Lage war, auf Streifzug zu gehen, erklärte sich Katia bereit dafür. Auf ihrem Weg durch die Stadt kam sie an einem Gebäude vorbei, bei dem reger Ein- & Ausgangsverkehr herrschte. Es war ein Bordell, wie sich herausstellte. Als sie im verlassenen Keller des Bordells nach brauchbaren Dingen suchte, wurde sie von einem Mann überrascht. Er war schwer bewaffnet. Es sollte das letzte Mal gewesen sein, als Katia den Unterschlupf verließ, dass sie lebend von ihrer Gruppe gesehen wurde...


    Ob du es glaubst oder nicht, es gibt wirklich nicht viele ehrbare Menschen in ehrloser Zeit.


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  • Katia kam letzte Nacht nicht zurück. Wir hoffen, dass mit ihr alles in Ordnung ist und sie bald wieder kommt. In der Nacht wurden wir unterdessen wieder überfallen. Aber dank unserer reparierten Pistole war es kein Problem, die Angreifer zu vertreiben. Unglücklicherweise haben wir aber auch bei unserem Verteidigungsversuch unsere Munitionsvorräte aufgebraucht. Aber vielleicht haben wir so etwas länter Ruhe. Später am Tag klopfte es dann an der Tür. Ein Nachbar, welcher etwas weiter die Straße runter wohnt, kam zu besuch. Er erzählte uns, dass eine internationale Hilfsorganisation Lebensmittel und andere wichtige Dinge abgeworfen hatte. Jedoch sei das meiste in die Hände der Rebellen gefallen. Aber eine Kiste läge etwas abseits und sei noch nicht entdeckt worden. Da er aber alleine nicht alle Vorräte wegbringen würde, bat er uns um Hilfe.
    Desweiteren hatte er eine äußerst unerfreuliche Nachricht für uns...Er hat auf dem Weg hier her eine Frauenleiche entdeckt. Die Beschreibung passt genau auf Katia. Es ist nun gewiss, dass sie von uns gegangen ist. Für Pavle brach eine Welt zusammen. Er sackte in sich und selbst Anton hatte es schwer, ihn mit beruhigenden Worten aufzumuntern. Anton wollte dann auch einen Beitrag leisten und erklärte sich bereit, die Kiste zu bergen.







    Da Anton auch über Nacht noch fort war, rechnete keiner mehr mit einer Wiederkehr vor morgen früh. Bruno würde wache halten, während sich Pavle im alten Lagerhaus um die Ecke umsehen würde.



    Pavle machte sich auch gleich auf den Weg und konnte ohne Schwierigkeiten zum Lagerhaus gelangen. Er konnte einige Patronenhülsen und anderes kleines Zeug sammeln, bis er eine Gruppe von schwerbewaffneten Plünderern traf. Er hielt sich im Schatten und konnte einige Zeit ausharren. Doch auf als er sich auf dem Rückweg machen wollte, wurde er entdeckt. Zum Glück ist Pavle ein schneller Läufer und konnte so den Häschern entgehen. Allerdings war seine Ausbeute auch nicht gerade die Größte.



    Ob du es glaubst oder nicht, es gibt wirklich nicht viele ehrbare Menschen in ehrloser Zeit.


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