Achtung Panzer: Operation Star

  • Heute möchte ich euch eine weitere Spieleperle vorstellen. Dieses mal handelt es sich allerdings, nicht wie bei This War of Mine um eine Neuerscheinung. Achtung Panzer: Operation Star ist schon ein paar Jahre alt. Richten tut es sich vor allem an Freunde von strategisch und taktisch schwerer Kost. Anders als bei Spielen, wie Company of Heroes werden hier keine Close Quater Combat Panzerschlachten geführt. Die Zielgruppe liegt in etwa gleich auf, wie die von Theatre of War. Wobei Graviteam Tactics, so der Name in Steam, noch einmal eine Schippe drauf legt. Die Entwickler sagen: „Sehen ist gleich glauben.“ Das hat zur Folge, dass man jede einzelne Patrone und jede einzelne Granate genau nachverfolgen kann. Jeder Treffer, egal ob er die Panzerung eines Fahrzeuges penetriert oder nur abprallt, wird aufgezeichnet und kann nach dem taktischen Gefecht begutachtet werden. Wo wir gerade bei gepanzerten Fahrzeugen sind: die sind in den meisten Kampagnen Mangelware. Gekämpft wird, vor allem auf Deutscher Seite mit Infanterie, Halbkettenfahrzeugen und nochmal Infanterie. Wenn man dann allerdings einmal Panzer hat, geht man auch sehr behutsam mit ihnen um, denn Verstärkung ist nur in begrenztem Maße zu erwarten und Sprit ist ebenso kostbar. Ja, auch auf den Treibstoff muss man hier acht geben.



    Doch genug der einleitenden Worte. Worum geht es. Achtung Panzer: Operation Star spielt an der Ostfront. In verschiedenen Operationen spielt man wahlweise auf Seiten der Roten Armee oder der Wehrmacht und Waffen SS. Mit verschiedenen DLC gibt es Kampagnen bis in die 60er Jahre. Ich begnüge mich jedoch mit denen bis 1945. Zur Auswahl stehen dabei drei größere Operationen:


      Fall Blau
      Operation Star
      Verteidigung von Kharkov


    Während Fall Blau bekanntermaßen im Sommer des Jahres 1942 spielt, geht es bei den beiden zuletzt genannten in den russischen Winter/Frühjahr 1942/1943. Gespielt wird abwechselnd rundenbasiert und in Echtzeit. Während man auf einer bis zu 200 km² großen Karte des operativen Einsatzgebietes seine Einheiten a lá Rome Total War, rundenbasiert verschiebt, trägt man die Gefechte auf einem 9 km² großem komplett und permanent zerstörbaren Areal aus. Die Gefechtsdauer ist dabei je Gefecht auf ein bis drei Stunden begrenzt. Kämpft man an selber Stelle später erneut, so findet man Krater, Tote und Wracks auch an jenen Stellen wieder, an denen sie liegengeblieben sind.


    Im großen und ganzen ist es auch nicht zwingend wichtig, jeden Kampf zu gewinnen. Wichtig ist, die Operation erfolgreich abzuschließen. Dies gelingt, in dem man Schlüsselpositionen, welche über die Karte verteilt sind einnimmt und hält. Mit jeder Runde, die man eine Schlüsselposition hält, bekommt man Siegpunkte. Nach einer festgelegten Rundenzahl im operativen Modus, wird dann der Sieger ermittelt.


    Für die erste AAR an dieser Stelle habe ich, passend zum BoS Setting, mir die Schlacht bei Taranovka ausgesucht. Taranovka liegt wenige Kilometer südlich von Kharkov und etwa 700 km westlich von Stalingrad, mitten in der Ostukraine. Operation Star fand zwischen dem zweiten und 28. Februar 1943 statt und hatte Kharkov und Kurs als Ziel der russischen Offensive. Durch diese Operation kam es letztlich auch erst zur letzten Großoffensive der Wehrmacht im Osten bei der Schlacht bei Kursk.


    Ob du es glaubst oder nicht, es gibt wirklich nicht viele ehrbare Menschen in ehrloser Zeit.


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    und unter meinem schwarzen Kleid macht es leise Tick - Tack.

    2 Mal editiert, zuletzt von zulu354 ()

  • Historischer Abriss:


    Die 320. Infanteriedivision wurde Südöstlich von Kharkov eingekesselt. Der Führer fordert den Durchbruch der Division durch die feindlichen Linien in Richtung Südwesten. Dort soll sich die 320. ID mit der SS Division Leibstandarte Adolf Hitler vereinigen.



    16.02.1943; 3:00 Uhr


    Aufstellung:


    320. ID


    Versorgungsgruppe

    6

    Schlinke
    Versorgungsgruppe

    6

    Paitz
    1. Bataillon


    Wenzl
    1. Komp.


    Teppert
    1. Zug

    68 (1)

    Salzmann
    2. Zug

    49

    Weinberger
    3. Zug

    50 (1)

    Gruber
    MG- Zug

    43 (6)

    Brennecke
    Artillerie Batterie

    15 (2)

    Kristl
    2. Komp.


    Schlitz
    1. Zug

    64

    Voigt
    2. Zug

    49

    Rumpf
    3. Zug

    54

    Fischer
    Artillerie Batterie

    15 (2)

    Holzhauer
    3. Komp.


    Lagerfeld
    1. Zug

    69 (1)

    Kriger
    2. Zug

    53 (1)

    Pecht
    3. Zug

    53 (1)

    Wahl
    PA Abt. 1. Batterie

    35 (3)

    Voigt
    2. Batterie

    24 (3)

    Knebl
    2. Bataillon

    33

    Grau
    4. Komp.


    Steiner
    1. Zug

    68 (1)

    Kubel
    2. Zug

    49

    Weidl
    3. Zug

    50 (1)

    Frei
    5. Komp.


    Klett
    1. Zug

    64

    Mundweil
    2. Zug

    49

    Hutzl
    3. Zug

    54

    Rohrer
    LSAH


    1. PzGren. Reg.


    Aufklär.

    34 (6)

    Geiser
    1. Komp.


    Tremmel
    1. Zug

    51 (1)

    Rubel
    2. Zug

    39 (1)

    Knitz
    3. Zug

    39 (1)

    Maus
    4. SW Panz.


    Frason
    Führer

    25 (5)

    Albrecht
    1. Zug

    25 (5)

    Roth
    2. Zug

    20 (4)

    Langendorfer


    320. ID: 1020 Mann
    SS LSAH: 233 Mann
    Total: 1253 Mann




    1. Spalte: Division
    2. Spalte: Bataillon
    3. Spalte: Kompanie
    4. Spalte: Zug
    5. Spalte: Mannstärke (schwere Waffen/Fahrzeuge/Panzer/Geschütze)
    6. Spalte: Name des Kommandanten




    Sowjetische Streitkräfte besetzen derzeit die Bahnlinie und Hauptstraße nach Kharkov. Hauptmann Wilhelm Teppert hält mit der 1. Kompanie (225 Mann), einem Versorgungszug (6 Mann), einem Zug von MG42 (43 Mann) und einer Artillerie Batterie (15 Mann, 2 leichte Infanteriegeschütze 18) den nördlichen Teil von Taranovka. Aus Osten rücken so schnell wie möglich Major Gerhold Wenzl (1. Bataillon) und Major Alen Grau (2. Bataillon) voran. Südlich von Taranovka steht Hauptmann Helder Klett mit drei Infanteriezügen und einem Versorgungszug (173 Mann) auf weiter Flur allein. Einem massiven Angriff hat Klett selbst wenn sie eingegraben sind wenig entgegenzusetzen. Zumal die Aufklärung davon berichtet, dass der Russe über mindestens zwei volle Züge von MkII „Matilda“ verfügt. Generell ist festzustellen, dass sich die aktuelle Lage bei einem gegnerischen Panzerangriff eher schlecht darstellt. Deshalb müssen die beiden Pak Batterien der 320. schnellstens nach Taranovka geführt und verschanzt werden. Das 5. Bataillon um Klett muss die Stellung halten. Zu Beachten ist die enge Versorgungslage der Einheiten in Taranovka. Fast alle Einheiten der 320. Infanteriedivision verfügen nur noch über knapp 30% ihrer Munitionsreserven. Eine Auffrischung mit Munition hat deshalb äußerste Priorität.
    Einzige zu erwartende Verstärkung in den nächsten Stunden ist eine Aufklärungseinheit der SS Division LSAH unter Leutnant Kurt Geiser (34 Mann, 6 Halbkettenfahrzeuge), sowie der 1. Zug, des 1. Panzergrenadierregiments der LSAH unter Befehl von Hauptmann Waldemar Tremmel. Weitere 78 Mann der LSAH sind erst in 16 Stunden zu erwarten. Insgesamt müssen die Stellungen aber 20 Stunden gehalten werden, da erst dann die 4. schwere Panzerkompanie unter Hauptmann Haris Frason das Kampfgebiet erreichen wird. Insgesamt werden 14 Kampfpanzer vom Typ VI H1 „Tiger“, Typ III L und Typ III N erwartet. Mit diesen sollte es den Truppen der LSAH der Entsatz der 320. Infanteriedivision gelingen.




    "Meine Herren, ich brauche Ihnen nicht sagen, dass die Lage ernst ist. Der Führer erwartet maximale Erfolge. Der Durchbruch der 320. Infanteriedivision hat äußerste Priorität. Die Luftwaffe hat bei klarem Wetter Unterstützung in Form von Fw-190 und Ju-87 zugesichert. Zeigen Sie dem Iwan, was eine Harke ist und führen Sie unsere Truppen zu einem gloreichen Sieg. Sie sind entlassen und können nun Ihre Offiziere unterweisen."

    Ob du es glaubst oder nicht, es gibt wirklich nicht viele ehrbare Menschen in ehrloser Zeit.


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  • Um 07:00 Uhr kam es südlich von Taranovka zum ersten Feuergefecht zwischen der 6. Gardekavallarie und dem 1. Zug, 2. Kompanie; Hauptmann Schlitz sowie dem 3. Zug, 4. Kompanie; Leutnant Frei. [Das zweite Gefecht in E8 werde ich morgen oder übermorgen, je nach Zeitlage kämpfen]


    Der Befehl an die beide Züge, welche zusammen eine Mannstärke von 135 erreichen, lautet, die Stellung zu halten. Kämpfe mit schweren Einheiten sind nach Möglichkeit zu vermeiden. Gegebenenfalls ist sich Richtung Nord abzusetzen und das Gebiet zu räumen. Dabei sollte Leutnant Frei mit seinen vier Infanterietrupps und seiner Mörser Einheit die östliche Flanke auf der Anhöhe am südlichen Rand von Tarnakovka halten, während Hauptmann Schlitz zusammen mit dem 1. Zug, 2. Kompanie unter Leutnant Voigt, die rechte Seite absichert. Der 1. Zug, welcher unter dem Kommando von Leutnant Voigt steht besteht dabei aus ebenfalls vier Schützentrupps, sowie einem Trupp Panzerbüchsenschützen. Unterstützt wird er von Hauptmann Schlitz Trupp samt Fernmeldetechniker.


    Bereits 7:02 Uhr kam es zum ersten Feindkontakt. Es entbrannte ein heftiges Feuergefecht zwischen Teilen von Voigts Gruppe und russischen Kräften im Bereich des Mastbetriebes. Leider hatten wir zu dieser Zeit bereits den ersten Verlust zu vermelden. Nach etwa fünf Minuten ebbte das Gefecht ab, auch weil Leutnant Voigt den Befehl zum Feuereinstellen und Munitionsparen erteilte. Um das Gehöft erneut unter Feuer zu nehmen, wurde der Kompaniemörser von Unterfeldwebel Ehrlich zur rechten Flanke beordert. Kurz nachdem die Einheit die Gleise passierte, lief sie direkt in eine sich anschleichende russische Infanterieeinheit. Die drei Männer der Mörsereinheit hatten dabei das nachsehen. Nur Unterfeldwebel Ehrlich konnte sich retten. Den Mörser als solches konnte er ebenfalls bergen und so den Hof unter Feuer nehmen. Leider waren seine fünf Granaten relativ schnell verschossen und er bekam den Befehl sich nach Norden, Richtung Kirche, in der Hauptmann Schlitz seinen Gefechtsstand aufgebaut hatte, abzusetzen. Unterfeldwebel Winkler konnte die Situation bereinigen und die verbliebenen russischen Einheiten zurück werfen. Gegen 7:20 Uhr beobachtete Unterfeldwebel Moosmiller eine Gruppe russischer Infanteristen, welche sich westlich der Siedlungshäuser entlangschlichen. Da er jedoch keinen Feuerbefehl bekam, konnten die Sowjets unbehelligt weiter ziehen und später in mitten der Gebäude von Leutnant Voigt auftauchen und für reichlich Unruhe sorgen. Zur gleichen Zeit, etwa 7:38 Uhr bekam Unterfeldwebel Kugel den Befehl über Epsilpon 1 Richtung Bespalovka aufzuklären, um Überrachungen über die linke Flanke zu vermeiden. Als gegen 7:45 der Unterfeldwebel Kugel Epsilon 1 erreichte, startete der Russe einen heftigen Angriff über die Zufahrtsstraße auf die den Zug von Voigt. Dieser sah sich gezwungen, seine Einheiten Stückweise zurück zu ziehen, da die russischen Angreifer mit Brandbomben und Maschinengewehren bewaffnet waren und die Munitionsreserven der eigenen Einheiten ebenfalls nicht zu hoch waren. Nachdem etwa 100 Meter Boden aufgegeben werden mussten, kam der russische Angriff jedoch ins Stocken. Die Verluste der Sowjets summierten sich langsam auf. Aber auch die eigenen Ausfälle stiegen stetig.



    Gegen 7:55 Uhr erreichte Unterfeldwebel Kugel Bespalovka ohne jeglichen Feindkontakt. Er entschied sich dazu, in einem Gebäude Schutz zu suchen und die Erschöpfung seiner Männer regeneration zu gewähren. An der westlichen Flanke flauten die Kämpfe ebenso immer weiter ab, bis schließlich der russische Kommandant nach einer Feuerpause ersuchte. Nach kurzer Beratschlagung nahm Hauptmann Schlitz diese an, um Munition zu sparen und Verwundete und Gefallene zu bergen. Unsere Truppen gingen dabei mit einem Geländegewinn von 2 Sektoren vom Felde.


    Wehrmacht

    Rote Armee

    Aufstellung

    135

    92

    Verluste

    16

    29

    gefallen/schwer verwundet

    8/8

    17/12

    leicht verweundet

    3

    1


    Es folgen noch einige Bilder der Kriegsberichterstatter:



    Frühes Feuergefecht mit Leuchtspurmunition




    Landser nimmt einen Iwan in Kimme und Korn



    Ein Kamerad fiel einer Brandflasche zum Opfer



    Feuergefecht in Taranovka




    Sowjetischer Heckenschütze in der Stadt

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  • Ist übrigens gerade für 4,19 Euro (statt 27,99) im Sale bei Steam...


    ... und somit gekauft :D

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    "...ein atomarer Schlagabtausch ist sanitätsdienstlich nicht beherrschbar."

    "Wer an Europa zweifelt, wer an Europa verzweifelt, der sollte Soldatenfriedhöfe besuchen!" - Jean-Claude Juncker

  • Das lohnt sich. Die DLCs würde ich empfehlen, über Gamersgate zu beziehen. Hi-Res DLC ist in meinen Augen unnötig.

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  • Gegen 08:00 Uhr startete der Russe einen massieven Angriff auf die Stellungen von Hauptmann Klett. Die unten stehende Karte zeigt die vermuteten Angriffsrichtungen. Hauptmann Klett wird die Siedlung Radgospnoye halten. Dafür hat er an der nördlichen und südlichen Ausfallstraße Schützengräben ausgehoben. Südlich von ihm stößt derzeit die Aufklährungseinheit der LSAH zu ihm, um ihn im Kampf gegen die Sowjets zu unterstützen. Wir gehen davon aus, dass es sich bei den Angreifern um eine Einheit des 8. Kavallarieregiments handelt. Wenn dem so ist, müssen wir auch davon ausgehen, dass der Russe leichte Panzer zu Infanterieunterstützung mit sich führt.




    Gegen 08:03 erhielten wir die ersten Meldungen von Feindkontakten. Dabei handelte es sich um eine kleine Gruppe Rotarmisten, welche wohl die Lage aufklären sollten. Die Gruppen von Unterfeldwebel Dressler und Unterfeldwebel Dahlen nahmen die anrückende Gruppe unter Kreuzfeuer und konnten sogleich mehrere Abschüsse erziehlen. Kurz nachdem der erste Feuerlärm verklungen war, dröhnten rassenlte Kettengeräusche zu unseren Truppen. Es sollte sich also bewahrheiten, dass der Russe mit Panzern angreifen würde. Um 08:05 wurde dann der erste Panzerkontakt gemeldet. In den folgenden Minuten sollten weitere folgen. Bei den Kontakten handelte es sich vornehmlich um leichte Importpanzer der Typen "Valentine" und "Matilda". Die anrückenden Stahlkolosse nahmen unsere Stellungen unter MG Dauerfeuer und ermöglichten es, einen massierten russischen Infanterieangriff einzuleiten. Sofort forderte Unterfeldwebel Kortenhaus, Artilleriebeobachter, einen massiven Feuerschlag schwerer 150 mm Haubitzen an. Die Luftwaffe konnte, aufgrund des schlechten Wetters nicht eingreifen. Die ersten Granaten der Artilleriebatterie lagen zu tief, was auch am schnellen Tempo der russischen Truppen lag. Gegen 08:10 Uhr waren die Stellungen der Gruppen Dahlen und Dressler überrannt wurden. Dem massiven auftreten der feindlichen Infanterie mit Panzerunterstützung hatten beide Gruppen nicht viel entgegen zu werfen. Hastige Befehle für den Rückzug in die Siedlung konnten aufgrund des hohen Feuerdrucks der sowjetischen Verbände nicht mehr ausgeführt werden, so dass beide Gruppen komplett aufgerieben wurden. Es folgte nun ein heftiger Kampf in der Siedlung und an der südlichen Kreuzung. Noch kurz bevor das SdKfz und somit das Funkgerät von Kortenhaus ausfiel, konnte er neue Koordinaten für einen Artillerieschlag übermitteln, welcher den Feind auch schwer traf. So wurden zwei Panzer (Valentine) der Sowjets getroffen. Beide brannten komplett aus. Einem weiteren Panzer (Matilda) sprang die Kette von den Rollen, als er einen Zaun im Dorf niederwalzte. Unterfeldwebel Geiser von der Aufklärungseinheit konnte gegen 08:20 Uhr von einem weiteren Valentine die Kette herunterschießen. Da der Panzer allerdings nicht außergefecht gesetzt werden konnte, eröffnete dieser das Feuer auf Geiser. Das Halbkettenfahrzeug wurde dabei zerstört. Die Besatzung konnte aber glücklicherweise, bis auf den Fahrer ausbooten. Ein weiteres SdKfz von Unterfeldwebel Theer sollte den Abzug von Geiser decken, erhielt allerdings dabei einen Treffer in den Motor. Hier konnte die Besatzung ohne Verluste ausbooten. Das SdKfz brannte allerdings kurz darauf vollkommen aus. Aufgrund der massiven Verluste und des Durchbruchs der russischen Truppen, entschied Hauptmann Geiser, das Gefecht zu beenden und sich vom Feind zu lösen. Erfolgreich absetzen konnte sich nur der Zug von Geiser. Zu allen anderen Einheiten besteht derzeit kein Kontakt. Entweder sind die Truppen versprengt oder es muss davon ausgegangen werden, dass sie diese Truppen in Sowjetischer Gefangenschaft befinden.



    Es folgen Bilder von unseren Kriegsberichterstattern:




    Aufgrund des schlechten Wetters begab sich Luftwaffenbeobachter Leutnant Gurtner in den rückwertigen Raum.



    Um 0(:05 Uhr wurde der erste Feindpanzer vom Typ MkII Valentine II gemeldet.



    Um 08:10 stand der Russe bereits fast in der Ortschaft.




    Nördlich der Siedlung Radgospnoye blieb es lange ruhig.




    Ergebnisse eines gut platzierten Artillerieschlages.



    Hauptmann Geiser greift einen Panzer Valentine an...



    Und kann die Kette zerstören. Doch der Panzer ist nicht ausgeschaltet und nimmt zwei SdKfz 250 unter Feuer, ...


    ...welche beide durch Motortreffer zerstört werden. Ein Soldat stirbt, die restlichen können sich retten.




    Der Verlust der Stellung von Klett trifft uns schwer. So konnte der Russe zwischen de 320. ID und den Truppen der LSAH einen circa 4 km breiten Grütel ziehen. In etwa 8 Stunden rechnen wir mit weiterer Verstärkung der LSAH. Bis unserer schweren Panzer eintreffen werden aber wohl noch einmal weitere 4 Stunden in Land ziehen, so dass wir nicht damit rechnen können, vor 23 Uhr mit schwerer Panzerunterstützung vorgehen zu können. Der Führer wird von den Ereignissen alles andere als erfreut sein...

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  • 16.02.1943; 11:00 Uhr


    Die Lage ist kritisch. Nachdem Kletts Truppen aufgerieben und versprengt wurden, konnte der Russe das Nachschubdepot des zweiten Baitallions überrennen. Derzeit besteht nur Kontakt zu der Aufklährungseinheit der SS Division Leibstandarte Adolf Hitler. Diese, sowie der erste Zug der ersten Kompanie des Panzergrenadierregiments der LSAH wurden durch die vorückenden Truppen von den nachrückenden Truppen der LSAH abgeschnitten. Der Zugführer des ersten Zuges hat deshalb die Entscheidung getroffen, Razdolnoe in nördliche Richtung zu verlassen und den Anschluss an das restliche Regiment wieder zu finden. Die Truppen der Aufklärungseinheit unter Leutnant Geiser versuchen indes in Richtung Westen nach Razdolnoe zu stoßen. Ihre Reichweite und Geschwindigkeit ist aufgrund des Verlustes von drei SdKfz 250 reichlich eingeschränkt.


    In der Zwischenzeit scheint der Russe einen massiven Angriff auf den südlichen Stadtrand von Taranovka zu starten. Neben den Einheiten des Kavallerieregiments sind diesesmal auch Panzereinheiten gemeldet wurden. Derzeit ist noch nicht sicher, ob es uns gelingt, Einheiten der Panzerabwehrabteilung in Stellung zu bringen. Doch wir hoffen auf das beste. Sollte dies nicht der Fall sein, müssne wir durchaus damit rechnen, dass der Russe den Durchbruch erzwingt und tief in die Stadt vorstoßen kann. Weiterhin ist die Versorgungslage mit Munition angespannt. Positiv kann zumindest angerechnet werden, dass die Züge von Hauptmann Schlitz und Hauptmann Frei zurückgenommen und durch die Züge von Hauptmann Steiner und Hauptmann Weidel abgelöst werden konnten. Desweiteren Unterstützen nun Hauptmann Pechts Zug, sowie der Baitallionsführer Major Grau die südliche Front von Taranovka.



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  • Kurz nach 11:00 Uhr meldete der Hauptmann Tremmel, Kompaniekommandeur der 1. Kompanie des 1. Panzergrenadier Regiments der LSAH bei einem Gegenangriff gegen die vorgedrungenen russischen Kräfte Feindkontakt. Bei dem Versuch Razdolnoe zu verlassen, trafen die Kräfte des 1. Zuges auf ein auf erhöhter Position der Straße in Stellung befindliches schweres Maschinengewehr. Beim Versuch die russische Stellung zu umgehen, traf ein Spähtrupp letztlich auf ein von den sowjets erbeutetes SdKfz 250, welches so gleich unter schweres Feuer mit Gewehren und Handgranaten genommen wurde. Die Besatzung des russischen MG wurde auf die Kampfhandlung aufmerksam und nahm die Spähtrupp unter Beschuss. Unter schweren Verlusten konnte letztlich das SdKfz ausgeschaltet werden, doch fuhr es weiterhin führerlos durch die Gegend. Unterdessen wurde das SdKfz des Luftwaffenbeobachters nach von beordet, um auf die MG Stellung zu gehen. Zusätzlich wurde, da der Feind nun nachweislich über Fahrzeuge verfügte, der Einsatz von drei Ju-87 beordet, welche eine viertel Stunde später am Schauplatz eintrafen. Zwar konnte die MG Besatzung durch das vorrückende SdKfz in die Flucht geschlagen werden, doch griff nun auf der westlichen Flanke ein Zug motorisierter Infanteristen an und brachte den auf der linken Seite mit einem Trupp Schützen vorgerückten Leutnant Rubel in Bedrängis. Die Jungs von der Luftwaffe taten ihre Arbeit gut und konnten zwei der drei russichen Kettenfahrzeuge entmobilisieren. Ob diese nach dem Gefecht wieder flott gemacht werden können, ist derzeit noch nicht ersichtlich. Nach einer guten halben Stunde wurde zwischen den Kommandanten ein Waffenstillstand ausgehandelt.



    Folgendermaßen schlüsseln sich nach diesem Gefecht die Verluste auf:


    Wehrmacht

    Rote Arme

    Truppenbereitstellung

    35

    58

    Truppen nach Gefecht

    24

    32

    Verluste

    13

    23

    davon gefallen

    6

    11

    davon schwer verwundet

    7

    22

    leicht verwundet

    2

    0


    Es folgen, wie gewohnt, ausgewählte Bilder der Kriegsberichterstatter:



    Fernmeldetechniker bei der Arbeit




    Das erbeutete SdKfz 250 der sowjets liegt in schwerem Feuer




    Eigenes SdKfz hat die MG Stellung neutralisiert




    MG Feuer auf motoriserte sowjetische Truppen




    Stuka nach Angriff beim hochziehen [leider befanden sich die Kettenfahrzeuge außerhalb der Sicht meiner Truppen, deshalb gibt es kein Bild der Vernichtung :-(]


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  • Gegen 11:38 Uhr testeste der Russe unsere Verteidigungslinie im westlichen Taranovka. Es kam dabei zu intensiven Feuergefechten mit tödlichem Ausgang.



    Im südlichen Abschnitt (1) drang der Iwan durch leichtes Gehölz mit mehreren Gruppen leichter und mittlerer Infanterie vor. Fast zeitlich gingen vom mittleren Frontabschnitt Berichte über die Sichtung mehrerer Panzerfahrzeuge vom Typ Valentine und Matilda ein, welche sich in schneller Bewegung Richtung auf den Ortrand vorstießen. Unterdessen versuchte der Russe die südlichen Stellungen einzukesseln (2), konnte aber dank der breit aufgestellten Verteidigung daran gehindert und durch massiertes Feuer aus einer MG42 Stellung zuurückgeworfen werden. Kurze Zeit später meldete der nördliche Abschnitt Feindbewegungen (rot 5). Hier trat der Russe mit einem Halbzug Kettenfahrzeuge vom Typ MkI Universal an. Dank einer leichten Mörsereinheit (blau 5) konnte der Feind allerdings unter Artilleriefeuer genommen werden. Die Sprenggranaten zeigten auch gleich ihre tödliche Wirkung bei den nur leicht gepanzerten und oben offenen Kettenfahrzeugen. Auch wenn sich die Lage im Norden und Süden entspannte, so drückte der Feind doch noch Stark im Mittelsektor. Da die leichten Panzer nun in die Feuerreichweite unserer leichten Infanteriegeschütze kamen (blai 3), wurden diese zurück gehalten. Auch eine eiligst vorverlegte 5cm PAK (nördlich Schule) kann den Russen wohl abgeschreckt haben. Doch waren motorisierte Feindverbände bereits an die ersten Häuser bei Taranovka gelangt (4). Augfrund der drückenden Feinpräsenz wurden die Schützentrupps, sowie ein Trupp Pioniere um rund 120 Meter zurückverlegt, um an der nächstgelegenen Querstraße zu verteidigen. Neben den Gebäuden in einer Hecke versteckt lag allerdings ein weiteres leichtes Infanteriegeschütz 18 und konnte die mittlerweile auf wenige dutzend Meter Entfernung herangerückten Kettenfahrzeuge, ebenfalls vom Typ Mk I, unter feuer nehmen und dabei zwei Abschusserfolge erziehlen, wobei ein Fahrzeug regelrecht in Stücke gerissen wurde. Dergestalt verunsichert über die plötzlich hereingebrochene Hölle verließ die Rotarmisten der Mut uns sie suchten ihr Heil in der Flucht. Nach einer knappen viertel Stunde Kampf bot der sowjetische Kommandeur eine Feuerpause an, um Verwundete zu bergen. In anbetracht der angespannten Nachschublage und Munitionsknappheit wurde dieses Angebot angenommen.


    Nach Einschätzungen der Aufklärung ergibt sich deshalb folgendes Gefechtsergebnis:







    Wehrmacht

    Verluste

    16

    22

    davon gefallen

    9

    8

    davon schwer verwundet

    7

    8

    davon leicht verwundet

    0

    6

    Fahrzeuge

    0

    3


    Folgend Bilder der Kriegsberichterstatter:




    leichtes Infanteriegeschütz 18




    Kettenfahrzeug in Sicht (rot 5)




    5 cm Mörser im Angriff...




    ...mit tödlicher Wirkung




    Auch im Nahkampf ist das leIG18 gefährlich (4)!



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