Hearts of Iron IV

  • Das war lange Zeit nicht so sicher, dass die rein kommen. Ich werde mich noch zurück halten. Der Test in Gamestar hat mich weniger glücklich geschätzt. Neben der fehlenden CoC gibt es auch keine Partisanentruppen mehr. Insgesamt scheint es auch wiedermal an der KI zu haken und viele Menüs sollen auch für Paradox Titel überfrachtet sein. Über allem soll man auch zum Beispiel nur vorher bestehende Staaten als Marionette wieder erschaffen können. Als Beispiel wurde im Test die Tschechoslowakei geführt, die man nicht getrennt als Tschechien oder Slowakei erschaffen kann. Der verfügbare Season Pass lässt mich befürchten, dass HoI4 eine ähnliche Melkkuh wie Crusader Kings 2 wird...

    Als Quelle für „neutrale“ Information in deutscher Sprache empfehlen wir: Strategy Interactive - Hearts of Iron 4.
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  • zulu ist schwach geworden und hat zugeschlagen. Ich komme ja doch nicht an den Paradoxtiteln vorbei, auch wenn ich sie regelmäßig zum Teufel wünsche. Jetzt erstmal im neuen Hearts of In zurecht finden.

    Ob du es glaubst oder nicht, es gibt wirklich nicht viele ehrbare Menschen in ehrloser Zeit.


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    Ich lauf unerkannt, durch alle Gegenden der Stadt -

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    und unter meinem schwarzen Kleid macht es leise Tick - Tack.

  • Fieldmsrshall, da der Expansion Pack dabei war und ich die für 50€ bekommen habe.

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  • Jetzt muss es nur noch eine Modernisierung geben, sie das Spielgeschehen, wenn der Spieler nicht eingreift, historisch ablaufen lässt. :|

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  • Also meinen ersten Krieg habe ich gerade gegen die Wand gefahren. Habe dabei auch den ein oder anderen Mod ausprobiert. Viel für Immersion, aber auch den ein oder anderen, der etwas tiefer ins Spielgeschehen eingreift.


    Das Spiel als solches passt soweit und ist in meinen Augen der bislang beste HoI Teil, wenn man sie alle zum Release vergleicht. Endlich wird die Ausrüstung seperat zu den Einheiten bewertet. Divisionen bestehen aus Soldaten und Ausrüstung. Das neue Equipment System mit modifizierbaren Varianten finde ich gut gelungen. Man kommt einigermaßen in historischen Zügen voran, auch zeitlich, wenn man die richtigen Nationalen Foki in der richtigen Reihenfolge wählt. Auch einigermaßen historische Divisionen- und Mannstärken sind bis zum Beginn des Krieges machbar. Man kann übrigens auch Ausrüstung per Leih- & Pachtverträge an andere Nationen, sowie freiwilligen Truppen aussenden. Auch Expeditionstruppen, die dann unter das Oberkommando der jeweiligen Nation gestellt werden sind möglich. Die Artworks und Grafiken sind stimmig, die Menüs typisch für PDX verschachtelt und unübersichtlich.


    Weder positiv noch negativ ist die neue Befehlsstruktur in meinen Augen zu werten. Ich vermisse zwar die Kommandokette aus dem Vorgänger, aber die neue funktioniert wie sie soll. Lediglich die Zahl der Kommandeure, sowie deren Eigenschaften und Fähigkeiten gibt Anlass zur Kritik. Ein Walter Model mit einer Fähigkeit 1 ist sicher viel zu schwach bewertet.


    Dann wären wir auch schon bei einigen Kritikpunkten: Die KI ist duchschnittlich. Zwar ist sie durchaus für Überraschungen bereit, so ist sie kurz nach dem Polenfeldzug an meiner nicht garnisionierten Nordseeküste gelandet und ich hatte alle Hände voll zu tun, die Thommies wieder ins Meer zu werfen. Statt allerdings seine Truppen wieder heraus zu ziehen (Luft- & Seeüberlegenheit lagen beim Briten) - er hatte die Häfen Wilhelmshaven und Hamburg besetzt) verteidigte er allerdings bis zur letzten Patrone, was über 450.000 Briten das Leben kostete oder sie in Kriegsgefangenschaft schickte (das Spiel unterscheidet weder in Verwundete, Gefallene noch Gefangene). Über alledem ist der Feldzugplaner ist zu simpel. Es gibt keine Ergebnisse für Gefechte und auch keine einzeln, nach Ausrüstung aufgelisteten Verluste. Zumindest habe ich sie noch nicht gefunden. Ausrüstung von besetzten Gebieten kann man nicht an seine Verbündeten abgeben und vor allem bei den kleineren Staaten fehlen Bilder und Namen der jeweiligen Ausrüstungsteile. Statt einer Fokker mit den Niederlanden hat man nur Jäger I oder statt einen Panzer 35 Tonnen oder 38 Tonnen der Tschechen besitzt man nur einen Leichten Panzer I oder Mittleren Panzer I. Die Nebenmächte sind eigentlich eine Frechheit. Vor allem mit dem Hintergrund, dass PDX ja bereits angekündigt hat, DLC mit entsprechenden Inhalten zu bringen. Da soll der Spieler gemolken werden. Man kann zwar alle Nationen spielen, aber die Details, die in kleinere Nationen gesteckt wurde, macht diese eigentlich zu einem Witz. Mods schaffen hier aber glücklicherweise etwas Abhilfe in der Immersion. Schade ist zudem, dass keine Ausrüstung umgebaut werden kann. So kann kein Panzer II zum Marder I umgebaut werden. Der Marder muss komplett neu gebaut werden. Auch die Hersteller, die es nun für die Großen 7 Nationen gibt, taugen nur bedingt. Denn die Auswahl wirkt nur auf neue Technologien, die man entwickelt, nicht auf neue Produktionslinien. Ein weitere nicht minderkleiner Kritikpunkt ist der Luftkrieg. Das läuft alles viel zu kompliziert ab. Statt feste Geschwader, welche man über die Karte verschieben kann gibt es nur "imaginäre Geschwader". Keine Geschwadernamen, keine Statistiken zu diesen und so weiter. Um ein im Einsatz befindliches Geschwader zu verlegen und einen neuen Gebiet zu zuweisen sind fast ein halbes Dutzend Klicks notwendig. Ähnlich verhält es sich bei der Marine. Ein See- oder Luftmacht, wie England, Japan oder auch die USA zu spielen kann also in einer Sehnenscheidenentzündung enden. Letzter Kritikpunkt ist noch die Namensbenennung der Kriege. Als ich on Polen Danzig gefordert habe, verweigerten mir diese logischerweise meine Ambitionen. Es kam also zum Krieg, welcher folgerichtig Deutsch-Polnischer Krieg genannt wurde. Kurz darauf erklärten mir Frankreich und England den Krieg und dieser wurde sogleich in den Deutsch-Polnischen Krieg integriert. Nach wenigen Wochen war Polen dann besetzt und der Krieg hieß weiter so. Auch nachdem Frankreich besetzt war und ich mich an Jugoslawien labte. Norwegen und Dänemark wurden ebenfalls unter gleichen Namen gestellt. Wieso kann man den Deutsch-Polnischen Krieg nicht als beendet betrachten und daraus dann Deutsch-Französischer, Deutsch-Norwegischer, etc pp Krieg nehmen. Das wäre übersichtlicher und weniger scherzhaft. Die Gebietsansprüche der Polen bleiben ja dennoch bestehen...


    Achso: einen Mod kann ich jedem nur ans Herz legen: Der British Isle Map Mod entfernt eine unötige Seeprovinz in der Straße von Dover. Dadurch rücken die britischen Inseln näher an den Kontinent, was wesentlich besser aussieht. Leider ändert der Mod allerdings auch die Checksum und ist damit für den Multiplayer eher ungegeignet.



    Pro:
    + Ausrüstung wird produziert und getrackt
    + Aufrüstbare Ausrüstung (Varianten)
    + mit einigen Abstrichen auch historisch spielbar
    + plausible Verlustberechnung
    + KI besser als in der Vorgängern
    + Handelbare Ausrüstung
    + Freiwilligen Armeen
    + Schon gute Mods, die einige Kritikpunkte versuchen aufzuwiegen


    Contra:
    - Battle Planer zu simpel
    - stiefmütterlich behandelte Nebenmächte des 2, Weltkrieges (Ausrüstung, etc)
    - Luft- & Seekriegsführung stehen derzeit dem Streben der Entwickler, weg vom Mikro-, hinzum Makromanagement entgegen (viel zu kompliziert, verglichen mit dem Rest des Spiels)
    - Selbstfahrlafetten müssen komplett neu gebaut werden, kein Umbau vorhandener Ausrüstung möglich
    - Erbeutete Ausrüstung nicht handelbar
    - Kriegsnamen unveränderlich, was zu Verwirrung führen kann (Deutsch-Polnischer Krieg in Norwegen? Äh...ja...)
    - Herstellerauswahl greift nur bei neuen Entwicklungen, nicht bei neuen Produktionslinien
    - keine richtige Kommandokette mehr



    Ein gutes Spiel ist HoI IV somit alle mal. Wer allerdings ein echtes Kriegsspiel erwartet, sollte sich lieber mit diversen Gary Grigsby's oder The Art of War Titeln befassen. Hexfelder passen meiner Meinung nach eh besser zu solchen Spielern, als Provinzen.

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    Einmal editiert, zuletzt von zulu354 ()