Beiträge von dochiq

    Hab das mal angefangen zu schauen. "Skurril" ist wohl der passende Begriff... Leute gibt's auf dieser Welt... ?(


    Aber ein paar "alte Bekannte" aus 1946er-Zeiten sind dabei. Was es nicht unbedingt weniger skurril macht...

    Der nächste Vortrag:



    Durchaus auch interessant, wenn man - aus naheliegenden Gründen - daran interessiert ist, wie russisch-sowjetische Geschichtsschreibung funktioniert...

    Hallo Bierstuebel,


    jetzt komme ich auch endlich dazu, ein paar Takte zu schreiben:
    Herzlich Willkommen in unserem Verein! Schau dir den Laden an, flieg ein paar Runden mit und alles weitere wird sich dann ergeben!


    Viele Grüße
    doc

    Moin,


    wer an Marinesimulationen interessiert oder ein Fan von "The Hunt for Red October" ist, sollte mal einen Blick auf "Cold Waters" werfen:


    http://store.steampowered.com/app/541210/Cold_Waters/


    Ein Spiel aus der Kategorie "easy to learn, hard to master". Vom Interface (man sieht sein Boot in der Außenansicht) und der Steuerung (WASD und andere Tastaturkommandos) her kommt zunächst ein ziemlicher Arcade-Eindruck auf, der sich nach den ersten Spielminuten im voreingestellten "Easy"-Modus auch scheinbar bestätigt - aber sobald man den Schwierigkeitsgrad höher stellt, merkt man, dass unter der zugänglichen Arcade-Oberfläche eine ziemlich knackiger Unterbau lauert.


    Die Story ist das klassische "Red Storm Rising"-Szenario: Dritter Weltkrieg wahlweise 1968 oder 1984 im europäischen Nordmeer. Man pilotiert eins von mehreren verfügbaren US-U-Boot-Modellen gegen die Sowjets. Weitere steuerbare Boote anderer Nationen sind aber bereits angekündigt. Es gibt Einzelmissionen und eine "dynamische" Kampagne, in der der Verlauf des Seekriegs Auswirkungen auf den Krieg an Land hat. Das ist teilweise etwas weit hergeholt, aber es soll ja auch nicht der Landkrieg simuliert werden. Man bewegt sein Boot über eine strategische Karte und bei Kontakt wechselt das Spiel in den taktischen Modus. Und der hat es in sich...feindliche U-Boote abfangen, Überwasserverbände angreifen, SEAL-Teams anlanden, Angriffe auf Landziele mit Marschflugkörpern - alles dabei, was das Herz begehrt. Die Themen der Missionen wiederholen sich zwar nach einiger Zeit, aber da die Settings immer anders sind - je nachdem, wo und unter welchen Umständen der Kontakt zustande kommt und wer der Feind ist - ist genug Abwechslung gegeben.


    Der Schwierigkeitsgrad ist nicht zu unterschätzen. Man kann zwar relativ schnell Versenkungserfolge erzielen, aber was nützt einem das, wenn der vorher als Vergeltung abgeschossene feindliche Torpedo sein Ziel ebenso findet? Man muss also taktisch überlegt vorgehen; umso mehr, da man immer als einzelnes Boot dem Feind zahlenmäßig unterlegen ist. In den Verband reinkommen und das Primärziel zu versenken ist keine Kunst - dann aber den wütenden Eskorten, ASW-Helikoptern oder dem bisher unentdeckt gebliebenen Diesel-U-Boot (die Teile sind im Gegensatz zu den traditionell sehr lauten sowjetischen Nukes verdammt leise!) zu entkommen, ist eine ganz andere Geschichte. Thermische Schichten, Kavitation und Oberflächengeräusche haben Auswirkungen und müssen in Betracht gezogen werden; wie man das von Tom Clancy halt so kennt. Mit einfachen Mitteln wie einem suchend aktiv pingenden Torpedo kann dann ganz schön Spannung erzeugt werden - "Red October" lässt grüßen.


    Ich kann das Spiel nur empfehlen, da es eine gut ausgewogene Mischung zwischen Simulation und Zugänglichkeit bietet. Im Gegensatz zu Interface-Monstern wie "Command Modern Naval/Air Operations" kann man quasi sofort loslegen, da die Steuerung schnell erlernt ist. Damit fängt es aber erst an... in der taktischen Meisterung liegt dann das Herz des Spiels. Simulationspuristen werden zwar ihre Nase rümpfen (sie tun es bereits - Außenansicht? Keine bis auf den letzten Regler detaillierte Simulation des X567-Schlagmichtot-Sonarbedienpanels? WASD-Steuerung??? Steinigt sie!), aber damit kann man gut leben. Dafür verkauft sich das Spiel scheinbar ganz gut und Erweiterungen sind in Aussicht.
    Es soll aber nicht verschwiegen werden, dass im Grunde eine Beta-Version veröffentlicht wurde. Das Spiel hat noch einige Bugs und es fehlen kleinere Features. Aber: Es wurde seit Release fast täglich ein Patch geliefert und die Entwickler beherzigen dabei das Feedback der Spieler, um an den richtigen Schrauben zu drehen. Daher muss der etwas unfertige Zustand nicht zwingend nur nachteilig sein.


    Macht Spaß! :thumbup:

    So viele "more realistic" im Text... war das nicht vorher einer der realistischsten Simulatoren???
    Was haben wir dann nach dem Patch?

    Ich sag's ja immer wieder: Wer originale (nicht nur sowjet-) russische Phraseologie im Modell erleben möchte, der sollte BoS spielen!

    Die (allgemeinen) Flugmodellanpassungen hören sich zumindest mal nicht ganz uninteressant an. Scheint auf eine stabilere Fluglage und weniger nervöses "Gezappel" in der Luft hinauszulaufen, wenn ich es auf die Schnelle richtig interpretiere. Nach drei Jahren - immerhin.

    Gerade eben ist die neueste Episode erschienen:

    Und die nächste Folge. Ein Special über den "PlasTiger":




    Und weil es gerade passt: Das Tank Museum in Bovington hat eine Reihe gestartet, in der sie bekannte Youtuber (mit Militär-/Panzerbezug) einlädt, die ihre jeweiligen fünf Lieblingspanzer vorstellen sollen.
    Den Anfang machte vor einiger Zeit Jingles:



    Jetzt folgte Lindybeige:



    Ist naturgemäß etwas anglozentrisch...

    Um das mal wieder ins Gedächtnis zu rufen und einen kleinen Überblick über die Einkünfte zu geben:


    Im Dezember 2016 hat uns das Weihnachtgeschäft 46,68 € eingebracht.
    Weiter ging es wie folgt:


    Januar: 47,96 €
    Februar: 32,68 €
    März: 33,13 €
    April: 49,44 €


    Alles in allem weiterhin ein ganz guter Anteil der Serverkosten...

    Moin,


    ich bin vorgestern beim Stöbern auf Steam auf eine kleine Wargame-Perle gestoßen, die ich euch nicht vorenthalten möchte: Command Ops 2.
    In dem Spiel kommandiert man auf operativer Ebene im Zweiten Weltkrieg. Im Westen nichts Neues, aber das "wie" ist das Besondere. Keine Hexfelder, keine Runden, keine künstlichen Befehls- und Ausführungsphasen wie in dem im Vergleich nur halb durchdacht wirkenden Flashpoint Campaigns. Die Zeit läuft kontinuierlich (man kann natürlich pausieren) und man gibt Befehle, die die unterstellten Einheiten dann - mehr oder weniger stark verzögert - nach besten Möglichkeiten auszuführen versuchen. Dabei kann ich einem Bataillonskommandeur einen Auftrag geben (was die Regel ist), der dann seine unterstellten Kompanien dementsprechend bewegt und positioniert; ich kann aber auch in das Bataillon (oder Regiment etc.) eingreifen und einzelne Kompanien in Eigenregie dirigieren (was man aufgrund der Masse der Einheiten nur im Ausnahmefall tun wird). Das heißt, man verteilt wie in echt Aufträge an die untergeordneten Einheitsführer (z.B. als Divisionskommandeur an die Bataillonskommandeure) und die führen es dann aus. Oder in den Worten der Spielbeschreibung:

    Zitat

    For that, Command Ops 2 is different than any other simulation wargame: no hexes, no turns, no micro management, no click fests. That is why it is in a way simpler and more fun to play but at the same time more challenging, because it makes you command like Commanders do.


    Command Ops sports some of the most advanced and impressive AI ever devised in an operational-level wargame. It is your choice whether to manage every detail of your army or have the friendly AI manage the war on a lower level while you plan the larger scale maneuvers designed to make short work of your enemy. Just as a historical commander, you can choose where you need to step in and when you need to stand back and let your subordinates do their jobs.


    Dabei spielen Verzögerungen bei der Befehlsübermittlung und Organisationsstand der Einheiten eine große Rolle. Wenn ich z.B. einem Bataillon einen Angriffsbefehl gebe, das gerade ein hartes Gefecht hinter sich hat, dann dauert es erst einmal eine halbe Stunde bis der Befehl angekommen und verarbeitet ist, aber dann kann es sein, dass der Bataillonskommandeur den Angriff erst noch drei Stunden verschiebt, weil er seine Kompanien noch reorganisieren, versorgen und neu positionieren muss. Wunderbare Simulation echter Befehlsprozesse!


    Das Beste dabei ist: Das Basisspiel mit Tutorial und zwei Szenarien ist umsonst. Für die eigentlichen Inhalte in Form weiterer Szenarien muss man dann ordentlich blechen, aber vorher kann man umsonst antesten. Ist natürlich eher etwas für erwachsene Wargamer: Graphisch ist das Ganze eher puritanisch, mit den gängigen NATO-Symbolen sollte man halbwegs firm sein und eine gewisse Einarbeitungszeit in Kauf nehmen.

    Das übliche Ergebnis...


    Die IL-2 ist halt wie immer ein Gamechanger. Das Ding räumt Panzerkolonnen und Verteidigungsstellungen im Alleingang weg, wofür man als Deutscher mehrere 110er oder Stukas + Geleitschutz braucht. Und nebenbei eignet sie sich noch zum Stukakillen. Einfache Formel: Deutsche Panzer sind leichter zu knacken und Russen haben noch obendrauf den besseren und deutlich überlebensfähigeren Panzerknacker.
    Dazu zeigen Screenshots im Forum, dass die Russen mitten in der Nacht um zwei Uhr morgens mit 20 Mann den dann nachtleeren Server entern und die Karte in kurzer Zeit ohne Gegenwehr kaputtbomben. Der übliche russische Sportsgeist eben.
    Vorschlag dazu: Nachts (so ab 24 Uhr) sollte auch auf der Karte pechschwarze Nacht sein, um solche Aktionen zu erschweren.